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CAS Certificate of Advanced Studies
CAS Handlungskompetenz in der Kinder- und Jugendhilfe
Certificate of Advanced Studies Handlungskompetenz in der Kinder- und Jugendhilfe (15 ECTS)
Kinder, Jugendliche und deren Familien sind in der heutigen Zeit mit unterschiedlichsten Herausforderungen konfrontiert: Umgang mit neuen Medien, Konsummöglichkeiten sowie mit einer Vielzahl an Freizeitangeboten. Dazu kommen Leistungsdruck in der Schule, Lehrstellenmangel, prekäre Wohnverhältnisse, Scheidungen und Eineltern- oder Patchworkfamilien, Migration, Erleben von Gewalt und vieles mehr. Manche Kinder und Jugendliche haben Schwierigkeiten, diese Herausforderungen zu meistern. Sie leben oft in einem belasteten Umfeld, das ihnen zu wenig Möglichkeiten bietet, die dafür nötigen Fähigkeiten zu erwerben und entwicklungsfördernd einzusetzen. Hier sind Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe gefragt, die für diese Kinder und Jugendlichen geeignete Lernsettings planen, gestalten und evaluieren. Dies kann heissen: Interventionen im Familiensystem, in der Schule, im Quartier oder im Lehrbetrieb oder auch die Bereitstellung alternativer Lebenswelten auf Zeit für jene Kinder und Jugendlichen, die vorübergehend oder längerfristig nicht mehr in ihrem Herkunftsmilieu leben können.
Der Lehrgang vermittelt theoretisch fundierte Konzepte und Modelle aus dem In- und Ausland, die sich in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bewährt haben. Zentral ist die Orientierung an einem Kompetenzmodell, das vor allem in Holland entwickelt und erprobt wurde.
Angesprochen sind Fachpersonen der Sozialen Arbeit sowie verwandter Disziplinen (z.B. Lehrpersonen in Schule und Kindergarten), die ihre Handlungskompetenz für ihre Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in deren jeweiliger Lebenswelt (Familie, Schule, Heim, Peergruppe usw.) erweitern möchten.
Die Teilnehmenden werden befähigt,
die Methodik der Kompetenzorientierung für die Arbeit mit Familien, in (teil-)stationären Einrichtungen, in der Schule und in Gruppen zu konkretisieren und teilweise anzuwenden,
aktuelles Organisationswissen für ihre eigene Praxis zu nutzen,
die klientbezogenen Prozesse fachlich kompetent abzuwickeln und zu evaluieren,
für ihre eigene Praxis kompetenzorientierte Interventionen/Projekte begründet zu planen, durchzuführen und zu evaluieren
Die Kurse finden am Montag bzw. am Montag und Dienstag (jeweils 9.00 bis 17.00 Uhr) statt.
Pflichtkurse
21./28. Oktober, 4./11. November 2013
(32 Kontaktstunden)
Kompetenzmodell:
Allgemeine Grundlagen
Einführung in das Kompetenzmodell, das theoretisch fundiert und im Ausland (Holland, USA, England usw.) entwickelt und erprobt ist. Kennenlernen der zentralen Referenztheorien (Entwicklungspsychologie, systemische Ansätze, Lerntheorien, Kinder- und Jugendpsychologie) und Übungen in der Analyse von Kompetenzen mittels diagnostischer Instrumente.
Dozentinnen: Barbara Los-Schneider, Gabrielle Marti
18./25. November, 2. Dezember 2013
(24 Kontaktstunden)
Handlungsmodell/Organisationsmodell
Handeln in der Kinder- und Jugendhilfe erfolgt in Organisationen. Wir befassen uns mit Bedingungen und Vorstellungen, wie klientbezogene Interventionen (= Primärprozess) zusammen mit anderen Fachleuten im Rahmen einer Organisation kompetent geplant und realisiert werden können. Kompetenzorientierte Modelle für die Zusammenarbeit in Organisationen und Teams werden geübt.
Dozentin: Kitty Cassée
6./13. Januar 2014
(16 Kontaktstunden)
Bedeutung unterschiedlicher Formen von Elternarbeit
Die Kooperation mit den Eltern ist für das Gelingen pädagogischer Interventionen zentral. Fachpersonen erachten Elternarbeit deshalb als wichtig, aber auch anspruchsvoll. Es werden Einblicke in verschiedene Formen elternunterstützender Elternarbeit vermittelt und Umsetzungsmöglichkeiten erprobt. Zudem lernen die Teilnehmenden Aspekte gruppenbezogener Elternarbeit kennen. Den Herausforderungen bei einzelpersonenbezogener Elternarbeit wird ein besonderer Stellenwert eingeräumt.
Dozentin: Gabrielle Marti
19. Mai, 2./16. Juni 2014
(24 Kontaktstunden)
Abwicklung klientbezogener Prozesse
Kompetentes Handeln beinhaltet auch die professionelle Abwicklung der klientbezogenen Arbeit. Dazu gehören die Grundlagen des Case Management, das Führen der Klientendokumentation, das Verfassen von Berichten und eine wirkungsorientierte Prozessevaluation. Wir lernen hilfreiche Modelle und Methoden für diese Aufgaben sowie für Intervision als Instrument der Qualitätssicherung kennen und reflektieren den aktuellen Stand und Bedarf in der Praxis.
Dozentinnen: Anna Maria Riedi, Barbara Los-Schneider, Gabrielle Marti
8./9./10. September 2014
(1 Tag Pflichtpräsenz: 8 Kontaktstunden)
Qualifikation
CAS-Abschluss: Präsentation der Zertifikatsarbeiten mit Diskussion in Teilklassen.
Dozentinnen: Barbara Los-Schneider, Gabrielle Marti, Silvia Eberle, Tessa Porges
Zertifikatsfeier
11. September 2014, 18.00 bis 20.00 Uhr
Wahlkurse
Die Teilnehmenden wählen drei der sechs folgenden Wahlkurse
20./27./28. Januar, 3. Februar 2014
(32 Kontaktstunden)
Kompetenzorientierte Arbeit mit Familien
In diesem Wahlkurs geht es um Konzepte für die Einschätzung elterlicher Erziehungsfähigkeiten und um einen Überblick über verschiedene Interventionsmodelle für die Familienarbeit. Der Schwerpunkt liegt auf der kompetenzorientierten Familienarbeit KOFA, wie sie in der Schweiz nach Programmen aus den USA und aus Holland weiterentwickelt wurde. Zudem werden Grundlagen der systemisch-orientierten Familienarbeit eingeführt und lösungsorientierte Vorgehensweisen vermittelt. Vorgestellt wird der Einsatz von Video in der Arbeit mit Familien (Video-Home-Training).
Dozentinnen: Barbara Los-Schneider, Gabrielle Marti, Silvia Eberle, Marita Brümmer sowie weitere Fachleute aus der Praxis
24. Februar, 3./4./10. März 2014
(32 Kontaktstunden)
Kompetenzorientierte Arbeit in (teil-)stationären Einrichtungen
Wie können im Heim, im Hort und in der Tagesgruppe die Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen verschiedener Altersstufen und Herkunft gefördert werden? Die Teilnehmenden erhalten Einblick in die Qualitätssicherung und die Gestaltung sozialpädagogischer Prozesse in Hort und Heim. Mit konkreten Praxisbeispielen wird die methodisch bewusste Gestaltung von entwicklungsfördernden Settings geübt. Weitere Themen sind die Zusammenarbeit mit zuweisenden Instanzen sowie die Rekrutierung und Begleitung von Pflegefamilien.
Dozierende: Franziska Beer, Stefan Blülle, Kitty Cassée, Barbara Los-Schneider,
Gabrielle Marti sowie weitere Fachleute aus der Praxis
17./18./24./25. März 2014
(32 Kontaktstunden)
Kompetenzorientierte Arbeit mit Gruppen
Es werden Grundlagen der sozialen Gruppenarbeit dargelegt, anhand deren die Arbeit mit Gruppen für verschiedene Kliententhemen konkretisiert wird: Kompetenztraining mit gewaltbereiten Jugendlichen, Trainings für ängstliche Kinder, Gruppen für Kinder mit speziellen Belastungen (z.B. Scheidung) usw. Es werden Programme vorgestellt, die unter anderem in der Schweiz zum Einsatz kommen.
Dozentinnen: Barbara Los-Schneider, Gabrielle Marti sowie weitere Fachleute aus der Praxis
31. März, 1./7./8. April 2014
(32 Kontaktstunden)
Kooperation und Konflikte im Kontext Schule
Wie können Sozialarbeitende kompetent mit anderen Fachpersonen im Kontext Schule (Lehrpersonen, Psychologinnen und Psychologen usw.) zusammenarbeiten? Wie können sie Zusammenarbeitskonflikte bewältigen und bei Konflikten unter Schülerinnen und Schülern sowie in Schulklassen vermitteln? Wir setzen uns mit Themen der interdisziplinären Zusammenarbeit, der Konfliktbewältigung und der Krisenintervention auseinander und lernen entsprechende Modelle kennen.
Dozierende: Roland Zurkirchen, Liliana Tönnissen
5./6./12./13. Mai 2014
(32 Kontaktstunden)
Von der Schule zum Beruf
Wie können Jugendliche, die beim Eintritt ins Berufsleben Schwierigkeiten haben, unterstützt und gecoacht werden? In diesem Wahlkurs werden die Funktion der Berufsberatung, das Berufswahlsystem im Kanton Zürich sowie verschiedene Arten von Beratung und Begleitung bei der Berufswahl und Lehrstellensuche vorgestellt und anhand praktischer Beispiele eingeübt.
Dozierende: Sarah Kaufmann, Alois Berger, Silvia Ruckstuhl
5./6./12./13. Mai 2014
(32 Kontaktstunden)
Risikoeinschätzung und -minderung bei Babys und Kleinkindern von 0 bis 3 Jahren
Belastete familiäre Situationen, aber auch individuelle Risikofaktoren (z.B. Behinderungen, Regulations- und Anpassungsstörungen) können Babys und Kleinkinder in ihrer Entwicklung erheblich gefährden. Es werden Kompetenzen vermittelt, wie Fachleute diese Risiken und eine allfällige Gefährdung des Kindeswohls professionell einschätzen und mindern sowie mit anderen Fachleuten und Fachstellen kooperieren können.
Dozentinnen: Maria Mögel, Yolanda Mutter, Kitty Cassée sowie weitere Fachleute aus der Praxis
Im Lehrgang werden folgende Lernsettings und Lernformen eingesetzt:
Strukturierter Wissensinput im Plenum (bis max. 40 Teilnehmende mit begleiteten Kleingruppen)
Wahlkurse in Gruppen bis max. 24 Teilnehmende
Exchange Learning: Nutzen des vorhandenen Wissens der CAS-Teilnehmenden
Werkstattunterricht mit teilweise begleiteten Übungen in Kleingruppen
Lernjournal-Dokumentation des individuellen Lernprozesses
Der Präsenzunterricht wird durch E-Learning
unterstützt. Die Teilnehmenden können über die Internet-Plattform ILIAS Unterlagen abrufen, Fragen stellen, Lerntests absolvieren sowie Praxisfälle präsentieren und diskutieren. Eine Einführung erfolgt zu Beginn des CAS.
Vorausgesetzt wird ein abgeschlossenes Studium in Sozialer Arbeit oder einer verwandten Disziplin an einer Fachhochschule (bzw. deren Vorgängerinstitution) oder an einer Universität. Zudem ist eine zweijährige Berufserfahrung nach Abschluss der Ausbildung erforderlich. Personen, welche die formalen Voraussetzungen nicht erfüllen, können im Rahmen eines Äquivalenzverfahrens aufgenommen werden (Näheres unter www.sozialearbeit.zhaw.ch/wb-zulassung).
200 Kontaktstunden
21.10.2013
17.06.2013
CHF 6600.-
(200 Kontaktstunden, inkl. Lehrgangsunterlagen, Prüfungsgebühren und E-Learning, exkl. Literatur)
Barbara Los-Schneider
Lic. phil. I, dipl. Heilpädagogin, Psychologin und Psychotherapeutin FSP, Dozentin ZHAW Soziale Arbeit
Gabrielle Marti
Psychologin FSP, Sozialarbeiterin FH, Psychotherapeutin und Kinder- und Jugendpsychologin SBAP, Dozentin ZHAW Soziale Arbeit
Administration und Auskunft
Administration Weiterbildung
Telefon +41 58 934 86 36
weiterbildung.sozialearbeit(at)zhaw.ch
Beratung
Barbara Los-Schneider
Telefon +41 58 934 88 15
barbara.los-schneider(at)zhaw.ch
Gabrielle Marti
Telefon +41 58 934 89 10
gabrielle.marti(at)zhaw.ch
Der Lehrgang findet in den Räumlichkeiten des Departements Soziale Arbeit der ZHAW in Dübendorf statt, wenige Gehminuten vom S-Bahnhof Zürich-Stettbach entfernt.
Ab Herbst 2014 starten alle Lehrgänge am neuen Domizil im Toni-Areal in Zürich-West.
Anzahl Teilnehmende
Maximal 40 Personen
Anmeldung
Bitte melden Sie sich bis spätestens am 17. Juni 2013 an. Anmeldeformulare können Sie telefonisch bei der Administration Weiterbildung anfordern oder auf dieser Seite herunterladen. Die Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs fortlaufend geprüft. Sie erhalten in der Regel innerhalb von zwei bis drei Wochen Bescheid, ob Sie aufgenommen werden können.

Download Broschüre CAS Handlungskompetenz in der Kinder- und Jugendhilfe

Ehemalige berichten:
Daniela Hess
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