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Sonja Bolla

Sonja Bolla leitet die erste Anlauf- und Beratungsstelle der Quartierentwicklung der Stadt Winterthur. Sie absolvierte an der ZHAW im Departement Soziale Arbeit den MAS Soziokultur / Gemeinwesenentwicklung.
Sonja Bolla, können Sie uns etwas über Ihren beruflichen Werdegang und Ihre jetzige Tätigkeit erzählen?
Seit Oktober 2007 leite ich die erste Anlauf- und Beratungsstelle der Quartierentwicklung der Stadt Winterthur. Bevor ich in den Sozialbereich wechselte, wollte ich Journalistin werden. Schon meine ersten Erfahrungen bei einer Wochenzeitung hatten aber gezeigt, dass die Sensationshascherei und manchmal auch das Unfaire nicht zu mir passten. Daraufhin habe ich an der berufsbegleitenden Fachhochschule Soziale Arbeit in Zürich studiert. Während des Studiums hatte ich eine Anstellung im Heimbereich auf einer Jugendgruppe. Ich wusste aber von Anfang an, dass ich in die offene Jugendarbeit wollte, und nach ersten Praktika bekam ich die Chance, die mobile Jugendarbeit in Winterthur aufzubauen. An meiner Stelle schätze ich vor allem die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Alters- und Interessengruppen und die Vielseitigkeit meiner Tätigkeiten.
Sie haben an der ZHAW im Departement Soziale Arbeit den MAS Soziokultur / Gemeinwesenentwicklung abgeschlossen. Warum haben Sie sich für diese Weiterbildung entschieden?
Diese Weiterbildung passt zu meinem jetzigen Tätigkeitsbereich, in dem ich noch längere Zeit arbeiten möchte. Ich interessiere mich vor allem für die Arbeit mit grösseren sozialen Systemen und die Wechselwirkung mit dem Weltgeschehen. Diese Zusammenhänge konnte ich im Rahmen der Weiterbildung eingehend studieren.
Was haben Sie durch diese Weiterbildung konkret erreicht und was haben Sie besonders geschätzt?
Das Gelernte bestärkte mich in meinem täglichen beruflichen Handeln. Ich kann nun Sachverhalte konkret benennen, einordnen und in grössere Zusammenhänge setzen. Zudem argumentiere ich besser, und als Fachperson wurde mir der Rücken gestärkt.
Unsere Weiterbildung bietet einen sehr flexiblen zeitlichen Rahmen. Den Rhythmus und die Abfolge der gewählten CAS können Sie selbst bestimmen. So können Sie den Zeitaufwand auf maximal sechs Jahre verteilen. Hat Ihnen das dabei geholfen, Privatleben, Beruf und Weiterbildung unter einen Hut zu bringen?
Ja, absolut! Ich konnte immer wieder selber entscheiden, ob ich einen nächsten CAS angehen wollte und ob er zu meiner aktuellen Lebensphase und Berufssituation passte, oder ob ich eine Pause einlegen wollte. Dank dieser zeitlichen Flexibilität war es mir möglich, während des Studiums den Job zu wechseln und Mutter zu werden.


