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Silvana Ferrari Bachmann

Silvana Ferrari arbeitet als Heilpädagogin in einem Kindergarten und als selbständige Familienbegleiterin. Sie absolvierte an der ZHAW Soziale Arbeit den MAS Kinder- und Jugendhilfe.
Silvana Ferrari Bachmann, was machen Sie beruflich und wie sieht Ihr Alltag aus?
Im Moment habe ich drei Berufe. Ich arbeite einerseits zu 40 Prozent als Heilpädagogin in einem Kindergarten und andererseits zu 60 Prozent als Familienbegleiterin, was mir meine Weiterbildung an der Soz ermöglichte. Diesen zweiten Beruf übe ich seit vier Jahren aus und seit einem Jahr auf eigene Rechnung. Mein dritter Beruf ist Familienfrau, ich habe zwei Kinder.
Sie haben an der ZHAW Soziale Arbeit den Weiterbildungsmaster in Kinder- und Jugendhilfe abgeschlossen. Warum haben Sie diese Weiterbildung gewählt?
Mit vierzig begann ich mich zu fragen, was ich denn noch erreichen wollte und ob ich noch zwanzig oder dreissig Jahre das Gleiche machen möchte. Mir war es wichtig – sozusagen für meinen zweiten Lebensabschnitt – etwas dazuzulernen, das auf dem aufbaut, was ich bereits gut kann und gerne mache, nämlich erziehen. Zudem strebte ich eine Tätigkeit an, bei der ich auch ausserhalb der Schule arbeiten konnte. Bei der Suche nach einem Weiterbildungsangebot stiess ich im Tages-Anzeiger auf den Weiterbildungsmaster in Kinder- und Jugendhilfe, der mich sofort interessierte. Ich meldete mich sofort an, ohne eine Infoveranstaltung zu besuchen. Ich war mir sicher, dass dieser Master das Richtige für mich ist. Vor allem die Kompetenzorientierung hatte mich sehr angesprochen, die ja bei uns in der Schweiz ein grosses Thema ist. Hier, wo alles eher defizitär betrachtet wird. Das Thema sprach mir richtig aus dem Herzen, als ich davon in der Zeitung las. Und ich finde, dass ich eine gute Weiterbildung geniessen durfte.
Was haben Sie im gesamten Studiengang besonders geschätzt?
Besonders schätzte ich den Austausch unter den vielen Fachpersonen, die in einer solchen Weiterbildung zusammenkommen. Alle haben schon einige Jahre Berufserfahrung auf dem Buckel. Es sind ja vorwiegend neugierige Menschen, die eine Weiterbildung besuchen. Leute, die etwas verändern wollen. Ebenso geschätzt habe ich, wieder auf den neuesten Stand der Entwicklungen und Forschungsergebnisse in der Pädagogik und der Psychologie zu kommen.
Die ZHAW Soziale Arbeit gibt sechs Jahre Zeit, um einen Master abzuschliessen. Das heisst, dass Sie selber einteilen können, wann Sie welchen CAS-Lehrgang absolvieren. Wie wichtig war Ihnen dieser flexible zeitliche Rahmen?
Das war sehr wichtig für mich, ganz zentral. Sonst hätte ich diese Weiterbildung nicht begonnen. Die zeitliche Flexibilität war notwendig, denn es ist schwierig, das Leben mit zwei Kindern im Voraus zu planen. Ich wusste ja zuerst nicht, wie intensiv mich diese Weiterbildung beanspruchen würde. Die sechs Jahre Zeit lassen auch mal eine Pause zu. Nach dem zweiten Jahr machte ich einen Unterbruch. Im vierten Jahr absolvierte ich den dritten CAS gleichzeitig mit dem Mastermodul. Das war sehr zeitintensiv und forderte sehr viel Flexibilität von meinem gesamten Umfeld, von der Hochschule, von meiner Familie, von meinem Beziehungsnetz, von mir.


