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Peter Keller

Peter Keller ist Leiter des Alters- und Pflegeheims Stein am Rhein. Er absolvierte an der ZHAW im Departement Soziale Arbeit die beiden CAS Soziale Gerontologie und Psychosoziale Gerontologie.
Peter Keller, können Sie uns etwas über Ihren beruflichen Werdegang und Ihre jetzige Tätigkeit erzählen?
Ich bin nach der Mittelschule in die Bundesverwaltung gegangen und habe mich dort zum Erwachsenenbildner ausbilden lassen und am Ende dort auch unterrichtet. Danach war ich als Projektleiter beim Schweizerischen Arbeiterhilfswerk vor allem im Asylwesen tätig. Mich reizte es, noch näher bei den Leuten zu sein, und so habe ich das Kantonale Durchgangszentrum des Kantons Schaffhausen übernommen. Danach hatte ich das Bedürfnis, mich mit dem Alter zu befassen. Ich habe also die Heimleiterausbildung absolviert und die Leitung des Altersheims in Stein am Rhein übernommen.
Sie haben an der ZHAW im Departement Soziale Arbeit die beiden CAS Soziale Gerontologie und Psychosoziale Gerontologie abgeschlossen. Warum haben Sie sich für diese Weiterbildungen entschieden?
Mir wurde durch die Arbeit bewusst, dass in einem Altersheim nicht nur die Medizin im Vordergrund steht, sondern vor allem andere Aspekte des Lebens der Bewohnerinnen und Bewohner berücksichtig werden müssen. Ursprünglich befasste ich mich mit Palliativpflege und entwickelte Konzepte, merkte aber je länger je mehr, dass es wichtig ist, das Leben der Bewohnerinnen und Bewohner ins Zentrum zu stellen. Dafür ist es unabdingbar, sich auf einer breiten Basis über die Problemstellungen und Lösungsansätze zu informieren. Da bot sich der CAS Soziale Gerontologie geradezu an. Den CAS Psychosoziale Gerontologie habe ich absolviert, da wir in den Heimen zunehmend von den psychosozialen Aspekten betroffen sind. So sind bei uns im Heim rund zwei Drittel der Bewohnerinnen und Bewohner demenzkrank, und es gilt, ihre Lebensqualität zu erhalten. Die ZHAW bietet einen enormen Fundus an Ideen und Lösungsansätzen, die in der Praxis umgesetzt werden können.
Was haben Sie durch die Lehrgänge erreicht und was haben Sie besonders geschätzt?
Ich konnte mir ein vertieftes und breites Wissen aneignen über alle Aspekte des Alters, was mich zu einem kompetenten Gesprächspartner machte – zum Beispiel für den Bereich Pflege im Altersheim und für externe Organisationen.
Boten Ihnen die Weiterbildungen auch in der Praxis einen Nutzen? Können Sie etwas über das Zusammenwirken von Weiterbildung und Umsetzung im täglichen beruflichen Handeln erzählen?
Die Weiterbildungen haben mir in der Praxis sehr viel gebracht. Ich konnte aufgrund dieser Ausbildung bestimmte Projekte erst umsetzen. Ein Beispiel dafür ist ein laufendes Projekt zur Aktivierung und Betreuung von Demenzkranken. Dabei geht es vereinfacht gesagt um eine Verschiebung – weg von der Pflege hin zur Alltagsgestaltung.


