zur Navigation
zum Inhaltsbereich

Peter Fluri

Peter Fluri



Peter Fluri ist selbständiger Supervisor mit einer eigenen Praxis in Zürich. Er hat sich mit Kolleginnen und Kollegen aus der Weiterbildung im Beratungspool reflekteam.ch zusammengeschlossen. An der ZHAW Soziale Arbeit schloss er den MAS Supervision, Coaching und Mediation ab.
 

Peter Fluri, wie sieht Ihr beruflicher Werdegang aus?

Ich habe ursprünglich Primarlehrer gelernt, wechselte dann in den Heimbereich und absolvierte nach einer Journalistenausbildung die Soz. Ich gab oft privat Beratungen und vermittelte auch bei Konflikten mediativ. So wuchs der Wunsch nach einer Beraterausbildung. Ich wusste, dass ich weniger führen und bestimmen, eher begleiten und unterstützen wollte. So kam ich zur Weiterbildung in Supervision, Coaching und Mediation. Seit zweieinhalb Jahren bin ich selbständiger Supervisor mit einer eigenen Praxis. Ich bin zufrieden, es läuft gut. Ich habe Mandate im Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich und in der Psychiatrie. Mit vier Kolleginnen und Kollegen aus der Weiterbildung bilde ich den Beratungspool reflekteam.ch. Wir haben gemeinsame, aber auch individuelle Mandate. Der Vorteil dabei ist, dass wir uns untereinander austauschen und uns mit einem gemeinsamen Auftritt im Web präsentieren können. 

Sie haben an der ZHAW Soziale Arbeit den Weiterbildungsmaster Supervision, Coaching und Mediation abgeschlossen. Warum haben Sie diese Weiterbildung gewählt?

In der Beratung geht es oft um Konfliktsituationen. Darum fand ich, dass mir das Dreiergespann Supervision, Coaching und Mediation sehr gut dient. So kam ich zur Weiterbildung an der ZHAW. Gut fand ich dabei die Co-Leitung. Ich habe den Studiengang noch mit Manfred Saile und Jeremy Hellmann gemacht, heute ist es Heidi Marti, die ihn mit Jeremy Hellmann leitet. Dies brachte eine gewisse Dynamik in die Weiterbildung. Heute ist diese Dynamik wohl noch ausgeprägter, da die Leitung aus einer Frau und einem Mann besteht. Zudem wurden verschiedene Beratungsansätze gut vermittelt, auch psychoanalytisch geprägte Ansätze. Das alles dient mir heute sehr gut in der Praxis. Es gab eine gute Mischung von theoretischem Hintergrundwissen und praktischen und sofort anwendbaren Interventionen, die ich eins zu eins in meinen Beratungen umsetzen kann. Ich konnte auch meine eigenen Verhaltensweisen einmal mehr beleuchten, und habe von Gruppensituationen und von den eigenen Dynamiken profitiert, die sich in solchen Situationen ergeben. 

Was schätzten Sie am MAS Supervision, Coaching und Mediation ganz besonders? Und was haben Sie damit erreicht?

Besonders geschätzt habe ich, dass ich meine eigenen Muster nochmals aufarbeiten konnte. Ich konnte nochmals Situationen aus meiner Herkunftsfamilie tiefer beleuchten und immer wieder mit Kolleginnen oder in der Lehrsupervision meine Beratungsansätze reflektieren. Vieles konnte ich dank der Theorien einordnen und auch abändern. Geschätzt habe ich das geführte, aber auch offene Klima, das sehr viele Freiräume liess.      

Welchen Einfluss hatte diese Weiterbildung auf Ihre berufliche Praxis?

Dieses Studium war für mich ein guter Einstieg in eine beraterische Tätigkeit. Es machte mich fit, sowohl für Gruppen- und Teamberatungen als auch für Einzelcoachings und Mediationssituationen. Ich fühlte mich unterstützt, weil meine Beratungen während des Studiums gut begleitet wurden. Und ich schätzte den Reflexionsprozess, der hier stattfand. Ich schaue auch heute noch gerne in den Skripts und Unterlagen des Masters nach und finde immer noch weitere Ideen für eine Intervention oder einen Erklärungsinput für eine Beratungssituation. Das macht mir wirklich Spass. Für mich persönlich war dieser Master eine Bereicherung. Ich habe vieles daraus mitgenommen, das ich auch in privaten Situationen einstreuen und anwenden kann. Wichtig ist, dass ich mich dank dieser Weiterbildung wieder ein bisschen besser kennenlernte.