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Nicole Weissenberger

Nicole Weissenberger

Nicole Weissenberger arbeitet in der Quartierentwicklung Stadt Winterthur. Sie hat an der ZHAW Soziale Arbeit den CAS Gemeinwesenentwicklung sowie an der Hochschule Luzern den CAS Transkulturelle Kompetenzen im Sozial- und Bildungsbereich absolviert und startet im Oktober 2009 mit dem CAS Soziokultur.  

Nicole Weissenberger, was machen Sie beruflich? Wie sieht Ihr Alltag aus?

Ich arbeite bei der Quartierentwicklung der Stadt Winterthur, einer Abteilung der Stadtentwicklung. Unser Auftrag beinhaltet einerseits die Unterstützung von Quartierträgerschaften wie Quartiervereine, Ortsvereine oder Interessensgemeinschaften mit fachlichen, infrastrukturellen und finanziellen Ressourcen und andererseits die Durchführung von Mitwirkungsprojekten im Quartier. Ebenfalls in unserem Auftrag enthalten ist das Leiten von öffentlichen Freizeitangeboten. Ich arbeite schwerpunktmässig in Oberwinterthur, einem Stadtteil, der sich gerade sehr stark verändert.

Sie haben an der ZHAW einen CAS in Gemeinwesenentwicklung absolviert. Nun folgt der CAS Soziokultur. Weshalb haben Sie diese Weiterbildung gewählt und weshalb in dieser Reihenfolge?

Die beiden CAS bauen aufeinander auf. Beide werden mit der Hochschule der Künste durchgeführt. Das war für mich ausschlaggebend bei meiner Anmeldung. Ich habe mir einen kreativen Zugang für meine sozialarbeiterische Arbeit erhofft. Zudem war ich auf Stellensuche und hatte vor, den Arbeitsbereich zu wechseln. Diese Weiterbildung hat mir diesen Quereinstieg erleichtert.

Wurde die Vorstellung erfüllt, durch den CAS kreative Impulse zu erhalten?

Zum Teil wurde diese Vorstellung bereits im CAS Gemeinwesenentwicklung erfüllt. Noch stärker sollen kreative Impulse im CAS Soziokultur vermittelt werden. Ich freue mich sehr auf diesen CAS.

Was haben Sie durch den Abschluss des ersten CAS erreicht?

Meine Anmeldung zum CAS Gemeinwesenentwicklung hatte sicher einen Einfluss bei meinen Bewerbungen. Ich habe diese im Bewerbungsschreiben erwähnt, was mir schliesslich geholfen hat, eine Stelle in der Gemeinwesenarbeit zu finden, obwohl ich keine Arbeitserfahrung in diesem Bereich vorzuweisen hatte. Zudem konnte ich während des CAS viele Kontakte knüpfen. Nur schon das Gefühl, Leute in diesem Bereich zu kennen, mit denen ich mich austauschen kann, gibt mir Sicherheit. Selbstverständlich verfüge ich nun über ein Fachwissen, welches mir hilft, mich an meiner neuen Stelle besser zu positionieren sowie überzeugend zu arbeiten und zu argumentieren.

Wie wichtig war für Sie die Flexibilität des Weiterbildungsangebots?

Ursprünglich hat die Flexibilität meinen Entscheid, diese Weiterbildung zu absolvieren, nicht beeinflusst. Doch jetzt finde ich sie recht nützlich. Ich habe an der Hochschule Luzern einen CAS im interkulturellen Bereich absolviert, habe damals jedoch festgestellt, dass ich dieses Thema nicht weiterverfolgen will. Dank dem modularen System an der ZHAW Soziale Arbeit konnte ich diesen CAS für den MAS anrechnen lassen. Zudem bin ich frei im Rhythmus, in dem ich die CAS absolviere. Ich finde es schön, dass ich es offenlassen kann, ob ich eine Masterarbeit schreibe oder nicht. Und wenn ich sie schreibe, kann ich auf den richtigen Moment warten, in dem sich Masterarbeit und Erwerbsarbeit verknüpfen lassen.

Das heisst, Sie wollten nicht von Anfang an einen Weiterbildungs-Master machen?

Genau. Ich wollte eine Weiterbildung machen, die mich bei der Arbeit weiterbringt und mir Inputs für meine Arbeit liefert. Schritt für Schritt nähere ich mich der Idee an, einen höheren Abschluss zu erwerben.