zur Navigation
zum Inhaltsbereich

Mirko Kelebuda

Mirko Kelebuda

Mirko Kelebuda arbeitet als stellvertretender Leiter im Massnahmenzentrum Kalchrain in Hüttwilen. Er hat an der ZHAW Soziale Arbeit den MAS Dissozialität, Delinquenz, Kriminalität und Integration absolviert, mit den Modulen CAS Dissozialität, Delinquenz und Kriminalität: Methoden und Instrumente, CAS Dissozialität, Delinquenz und Kriminalität: Fachkompetenz und Innovation sowie den CAS Leiten in Nonprofit-Organisationen.

Herr Kelebuda, was machen Sie beruflich und wie kamen Sie dorthin?

Ich arbeite als Sozialpädagoge im Massnahmenzentrum Kalchrain in einer geschlossenen Abteilung. 2002 habe ich mich als einer unter vielen Bewerbern durchgesetzt und diese Stelle bekommen. Geholfen hat wahrscheinlich auch, dass ich aus dem Balkan komme wie viele Jugendliche, welche bei uns eingewiesen werden.

Sie haben an der ZHAW Soziale Arbeit den MAS Dissozialität, Delinquenz und Kriminalität abgeschlossen. Weshalb haben Sie gerade diese Weiterbildung gewählt?

Bereits im Studium an der Universität Belgrad habe ich mich mit den Themen Dissozialität und Delinquenz befasst. Mich hat immer interessiert, wie man junge Leute erzieht, damit sie nicht kriminell werden, und was man, wenn sie es bereits geworden sind, dennoch tun kann, damit sie davon abkommen. Ich habe das Weiterbildungsangebot zu diesem Thema in der Schweiz angeschaut. Das Angebot an der ZHAW Soziale Arbeit hat mir am besten gefallen. 

War es eine gute Wahl?

Es war sicher eine gute Wahl. Ob es sich in Zukunft materiell auswirken wird, zum Beispiel in Form eines höheren Lohnes oder einer besseren Stelle, ist noch ungewiss. Aber ich bin zufrieden, dass ich mein Wissen auf einem höheren Niveau aktualisieren konnte und aktuelle Instrumente und Konzepte kennengelernt habe. 

Was hat Ihnen diese Weiterbildung inhaltlich gebracht?

Ich habe vor 20 Jahren mein Studium in Belgrad abgeschlossen und seither keine Weiterbildung mehr besucht. Daher kannte ich auch den aktuellen Stand verschiedener Theorien nicht mehr. Obwohl viele Theorien immer noch die gleichen sind, interessierte es mich, zu erfahren, wie man heute darüber denkt. 

Inwiefern hat diese Weiterbildung Ihren Berufsalltag verändert, zum Beispiel in der Zusammenarbeit mit Jugendlichen?

Dieser MAS setzt sich aus vier Bausteinen zusammen. Klar, dass ich nicht alle Bausteine gleich gut anwenden kann, die meisten aber schon. Meine Interventionen sind heute sicher anders als vor der Weiterbildung.

Wie hat sich die berufliche Perspektive durch diese Weiterbildung verändert?

Positiv an diesem MAS war, dass ich viele neue Menschen, aber auch neue Institutionen kennengelernt habe. Bis jetzt habe ich nicht begonnen, eine neue Stelle zu suchen. Es ist jedoch eine Frage der Zeit, dass ich das machen werde. Denn ich finde, dass ich meine erworbenen Ressourcen in meiner aktuellen Tätigkeit zu wenig einsetzen kann.