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Marianne Hänseler

Marianne Hänseler

Marianne Hänseler ist am Zentrum Gender Studies der Universität Basel als Gesamtkoordinatorin eines Bundesprojekts tätig. Sie absolvierte an der ZHAW im Departement Soziale Arbeit das Kernstudium und plant, einen MAS abzuschliessen.  

Marianne Hänseler, können Sie uns etwas über Ihren beruflichen Werdegang und Ihre jetzige Tätigkeit erzählen?
Ich habe Philosophie, Germanistik und Geschichte studiert und anschliessend eine Dissertation in Philosophie und Wissenschaftsgeschichte verfasst. Während meines Studiums und Doktorats war ich als Lehrerin tätig am Gymnasium, an Sprachschulen und später an der Universität. Derzeit arbeite ich am Zentrum Gender Studies der Universität Basel, wo ich Gesamtkoordinatorin eines Bundesprojekts bin, das zum Ziel hat, Gender Studies an den Schweizer Universitäten zu institutionalisieren.

 

Sie haben an der ZHAW im Departement Soziale Arbeit das Kernstudium des MAS Supervision, Coaching und Mediation abgeschlossen. Warum haben Sie diese Weiterbildung gewählt?
Ich habe mich aus zwei Gründen für diese Weiterbildung entschieden. Zum einen hat mich die Kursleitung sehr beeindruckt: Heidi Marti und Jeremy Hellmann. Ich finde die beiden fachlich und menschlich ausgezeichnet; sie sind theoretisch sehr differenziert und fundiert und verfügen über umfangreiche Praxiserfahrungen. Zum anderen überzeugt mich ihr Ansatz. Er ist nicht ideologisch oder normativ, sondern stark subjektorientiert und konstruktivistisch. Ich wollte keine Weiterbildung, in der mir vermittelt wird, wir sind die Einzigen, die sich auskennen.

 

Was haben Sie mit dem Studium erreicht und was haben Sie besonders geschätzt?
Ich habe sehr geschätzt, dass der Lehrgang sehr gut durchdacht ist und die Verbindung zwischen Theorie und Praxis stimmt. Zudem empfand ich die Begleitung und Unterstützung durch die Kursleitung als sehr positiv. Sie war wertschätzend, aber auch konfrontierend, wenn nötig. Weiter hat mich überzeugt, dass wir von Anfang an auf die Beratung vorbereitet wurden und vom ersten Tag an praxisorientiertes Arbeiten verlangt war. Die Ganzheitlichkeit der vermittelten Zugänge hat mir ebenfalls zugesagt. Kopf, Körper und Bauch waren dabei gleichermassen wichtig.

 

Welchen Nutzen bringt Ihnen dieses Studium für Ihre berufliche Praxis und für Ihre persönliche Entwicklung?
Die Weiterbildung ist für mich eine Basis für meine berufliche Umorientierung in Richtung Personal- und Organisationsentwicklung. Zudem bedeutete sie eine intensive konstruktive Auseinandersetzung mit meinen Stärken und Schwächen. Dadurch habe ich mich besser kennen und schätzen gelernt und kann Situationen im Berufsleben viel besser analysieren und angemessener handeln, was sowohl mir als auch meinen Mitarbeitenden zugutekommt.

 

Unsere Weiterbildung ist modular aufgebaut. Dadurch können unsere Studierenden den zeitlichen Rahmen und inhaltliche Akzente selber bestimmen. Mit Ihrem abgeschlossenen Kernstudium haben Sie die Möglichkeit, einen MAS zu absolvieren. Schätzen Sie diese Option?
Ich schätze diese Option sehr. Dies war mitunter ein Grund, warum ich mich für die ZHAW entschieden hatte. So hat man zum Beispiel die Möglichkeit, ein Jahr zu unterbrechen. Das war in meinem Fall wichtig, da ich gegen Ende des Kernstudiums mein zweites Kind zur Welt gebracht habe.