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Günther Weber-Koradi

Günther Weber-Koradi

Günther Weber-Koradi ist Leiter der Abteilung Massnahmen und Bewährung 5, Bewährungs- und Vollzugsdienste, Justizvollzug des Kantons Zürich. Er hat an der ZHAW Soziale Arbeit den MAS Sozialmanagement absolviert, bestehend aus den Modulen CAS Dissozialität, Delinquenz und Kriminalität, CAS Leiten in Nonprofit-Organisationen und CAS Organisationen verstehen und entwickeln.  

Herr Weber, was ist Ihre berufliche Tätigkeit?

Ich bin Abteilungsleiter beim Justizvollzug des Kantons Zürich in der Abteilung Massnahmen und Bewährung 5 der Bewährungs- und Vollzugsdienste. Dort bin ich zuständig für den Vollzug einer stationären Therapie bei Straftätern mit einer psychischen Störung.

Wie kamen Sie dorthin?

Ich mache diesen Dienst seit 18 Jahren, allerdings in unterschiedlichen Funktionen. Seit 2006 bin ich Abteilungsleiter.

Weshalb haben Sie sich für den MAS Sozialmanagement entschieden?

Als ich noch als Fallverantwortlicher arbeitete, wollte ich mich 2002 fachlich vertiefen und besuchte deshalb den ersten CAS. Erst danach entschied ich mich, den gesamten MAS zu absolvieren.

Wie wichtig war für Sie die Flexibilität des Weiterbildungsangebots, zum Beispiel dass Sie sechs Jahre Zeit haben, um den Masterabschluss zu erlangen?

Das war sehr wichtig für mich, da ich die Haus- und Erwerbsarbeit mit meiner Frau teile. Als ich den ersten CAS besuchte, war unser Sohn erst fünfeinhalb Jahre alt. Daher mussten wir uns gegenseitig unterstützen und entlasten. Für mich war klar, dass ich mir genug Zeit für das Studium nehmen wollte, wenn ich einen MAS mache. Meine Frau hat den gleichen MAS besucht. Daher gab es entweder die Variante, dass entweder sie zuerst während drei Jahren die Weiterbildung besucht und anschliessend ich oder dass wir uns abwechseln, ein Jahr sie, dann ein Jahr ich. Wir haben uns für die zweite Variante entschieden.

Was hat Ihnen diese Weiterbildung für Ihre tägliche Arbeit gebracht?

Sehr viel. Ich hatte mir vorgenommen, irgendwann eine Leitungsfunktion zu übernehmen. Dieser Vorsatz hat die Auswahl der CAS beeinflusst. Für mich war wichtig, eine Weiterbildung im Nonprofit-Bereich zu besuchen, bei der ich mich mit Fachleuten aus dem Sozialbereich austauschen konnte. Ich wollte aber auch Instrumente kennenlernen, die in der profitorientierten Wirtschaft angewendet werden.