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Claudia Murk

Claudia Murk arbeitet als Gerontobeauftragte im Psychiatrie-Zentrum Werdenberg-Sarganserland. Sie absolvierte an der ZHAW Soziale Arbeit den CAS Soziale Gerontologie und startet im September 2010 mit dem CAS Psychosoziale Gerontologie.
Claudia Murk, Sie sind gelernte Psychiatrieschwester, arbeiteten mehrere Jahre auf dem Beruf, bildeten daneben für das Rote Kreuz Pflegerinnen und Pfleger aus und gingen für eineinhalb Jahre ins Ausland. Was ist passiert, als Sie zurückkamen?
Durch Zufall kam ich in die Pharmabranche und arbeitete dort mehrere Jahre als Regional- und Verkaufsleiterin. Irgendwann kam aber ein Wendepunkt, wo ich mich fragte, ob ich voll in die Karriere einsteigen möchte oder nicht. Ich habe mich damals gegen eine Pharmakarriere entschieden. Eine psychiatrische Klinik fragte mich an, ob ich ein neues Konzept mitgestalten möchte. Ich nahm die Herausforderung an und merkte bald, dass dies genau die Tätigkeit war, die mir gefiel.
Dann zogen Sie aus familiären Gründen ins Bündnerland, bekamen Kinder und konnten ohne Probleme sofort für das Rote Kreuz im Bündnerland Kurse geben. Wie kamen Sie schliesslich zur Stelle, bei der Sie heute noch arbeiten?
Ich bewarb mich an der Psychiatrischen Klinik in Pfäfers im Kanton St. Gallen. Dort wurde gerade ein neues Projekt «Alterspsychiatrie vor Ort» vorbereitet. Es ging darum, psychiatrische Versorgung für Alters- und Pflegeheime in der Region anzubieten. Das hiess, dass wir in die Heime gingen und nicht die Bewohner bei uns vorbeikommen mussten. Ich begann, zu 40 Prozent dort zu arbeiten, und arbeite heute nach acht Jahren immer noch am gleichen Ort. Das Projekt ist gewachsen und ist heute ein Bestandteil der Psychiatriedienste Süd.
Sie absolvierten an der ZHAW Soziale Arbeit den CAS Soziale Gerontologie und beginnen in Kürze den CAS Psychosoziale Gerontologie. Warum wählten Sie diese Weiterbildung?
Mein Vorgesetzter machte mich auf diese Weiterbildung aufmerksam. Ich war anfangs sehr kritisch, denn für eine Weiterbildung muss ich mich speziell organisieren, mit dem Beruf und der Familie. Doch sobald ich die Kursbroschüre gelesen hatte, war ich fasziniert von der Breite der Themen, welche im CAS angeboten wurde. Innert fünf Minuten entschloss ich mich für den Lehrgang.
Was schätzten Sie am CAS Soziale Gerontologie besonders?
Besonders geschätzt habe ich wie gesagt die Breite an Themen über Gerontologie. Über viele Themen hatte ich zuvor in diesem Zusammenhang noch nie nachgedacht. Zum Beispiel Architektur oder Gemeinwesen und weitere Themen, über die ich etwas Weniges wusste, aber nicht alle Zusammenhänge kannte. Mir haben zudem die kompetenten Referenten gefallen, welche mehrheitlich sehr hochstehende Referate hielten. Das Tüpfel auf dem i war der Austausch unter den Teilnehmenden. Mir gefielen dieser Praxisbezug und der Austausch der verschiedenen Leute in diesem Lehrgang. Ich ging davon aus, dass die Teilnehmenden aus Berufen kommen, die direkt mit Gerontologie zu tun haben. Doch dem war gar nicht so und das war sehr bereichernd.
Können Sie das Gelernte in der Praxis bereits anwenden?
Ja, sofort. Vom ersten Tag an konnte ich das Gelernte umsetzen. Es war sehr praxisbezogen.


