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Christine Koradi Weber

Frau Koradi ist Leiterin der Fachstelle Sonderpädagogik Frühbereich im Amt für Jugend und Berufsberatung des Kantons Zürich. Nachdem sie zuerst einen CAS in lösungsorientierter Kurzzeitberatung an einer anderen Fachhochschule absolviert hatte, führte sie ihr Studium an der ZHAW Soziale Arbeit mit dem CAS Leiten in Nonprofit-Organisationen und CAS Betriebswirtschaft in Nonprofit-Organisationen weiter und schloss mit dem MAS Sozialmanagement ab.
Frau Koradi, was machen Sie beruflich und wie sieht Ihr Alltag aus?
Ich arbeite beim Amt für Jugend und Berufsberatung als Fachstellenleiterin für sonderpädagogische Massnahmen. Dort bin ich dafür zuständig, die neue kantonale Aufgabe zu organisieren und konzeptionell zu entwickeln.
Wie hat sich Ihr Lebenslauf entwickelt?
Ich habe die Schule für Soziale Arbeit in Zürich absolviert, danach lange als Sozialarbeiterin gearbeitet. Etwa 1997 übernahm ich eine Leitungsfunktion in einer Beratungsstelle im Erwerbslosenbereich. Etwas später habe ich den CAS Leiten in Nonprofit-Organisationen begonnen. Bald habe ich festgestellt, dass ich ganz weg wollte von der sozialarbeiterischen Einzelfallarbeit, hin in eine verantwortungsvollere Leitungsfunktion, die auch Projektmanagement beinhalten sollte. Eigentlich genau die Funktion, die ich heute innehabe.
Welche Rolle spielten die ZHAW Soziale Arbeit und auch der MAS Sozialmanagement bei dieser Entscheidung und auf diesem Weg?
Im MAS Sozialmanagement habe ich das Rüstzeug für die heutige Tätigkeit erworben. Ich habe während dieser Weiterbildung entdeckt, dass ich gerne strategisch arbeite. In den CAS erhielt ich das Instrumentarium und lernte die theoretischen Modelle kennen. Dabei begann ich, meine Arbeitsweise in meiner damaligen Leitungsfunktion zu reflektieren, Erkenntnisse aus dem Studium einzubringen und dadurch die Qualität meiner Arbeit zu verbessern. Das hat mir Selbstvertrauen gegeben, grössere Projekte mit mehr Verantwortung zu übernehmen.
Gab es während der Ausbildung Momente, in denen Sie gedacht haben: Jetzt mag ich nicht mehr?
Es war anstrengend, auf jeden Fall. Machbar war es einerseits, weil mein Arbeitgeber und mein Partner mich unterstützten. Unser Sohn war damals vier Jahre alt. Die Entlastung in der Betreuungs- und Hausarbeit durch meinen Partner war deshalb wichtig. Andererseits half mir die Flexibilität des Weiterbildungssystems an der ZHAW Soziale Arbeit. Da ich jeweils zwischen zwei CAS ein Jahr Pause machen konnte, war ich nie zu überlastet. Dadurch konnte ich jeweils wieder Energie auftanken, um weiterzustudieren.
Wie lange hat Ihr Studium insgesamt gedauert?
Ich habe die maximale Zeitspanne von sechs Jahren ausgeschöpft. Damit konnte ich Arbeit, Studium und Kinderbetreuung gut unter einen Hut bringen.


