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Zukunftswünsche
Diese Zukunftswünsche haben wir von Mitwirkenden unserer Jubiläumsfeiern und ehemaligen Absolventen erhalten:
Roger de Weck, Publizist, Zürich und Berlin
«Dem Departement Soziale Arbeit der ZHAW wünschte ich in der besten aller Welten, es würde überflüssig. Doch da es darum gehen wird, für die weniger schlechte aller Welten zu sorgen, wünsche ich: Kontinuität und Konsequenz, gute Köpfe und gutes Geld, vor allem den Willen, nicht bloss Fähigkeiten zu vermitteln, sondern Persönlichkeiten zu prägen.»
Monika Stocker, Vorsteherin des Sozialdepartements der Stadt Zürich
«Ich wünsche dem Departement Soziale Arbeit M u t. Ohne Mut zum anwaltschaftlichen professionellen Engagement für Grundrechte, Nichtdiskriminierung und einen klaren Integrationsanspruch würde es unseren Beruf Sozialarbeit nicht geben, und ohne Mut zum deutlichen öffentlichen Positionsbezug wird er in Zukunft verschwinden. Wir tragen die Verantwortung!»
Eric Bergkraut, Dokumentarfilmer und Schriftsteller
«Wenn ich es richtig verstehe, ist ihre eigene Entbehrlichkeit das utopische Ziel der Sozialen Arbeit. In diesem Paradox wünsche ich der Institution weitere 100 abenteuerliche Jahre. Den AbsolventInnen und DozentInnen aber ein erfülltes und lustvolles Ausloten dieses Widerspruches: Ganz zum Wohle der Klienten.»
Regine Aeppli, Regierungsrätin und Bildungsdirektorin des Kantons Zürich
«Die Welt wird zwar ständig mobiler und das Tempo der Veränderungen immer schneller, bloss die Gerechtigkeit unter den Menschen muss zu jeder Zeit erkämpft werden! Auch die Solidarität mit den Schwächeren sollte wieder jenen Stellenwert erhalten, den sie verdient. Hochschulen für Soziale Arbeit können helfen, das Bewusstsein für Solidarität in der Gesellschaft besser zu verankern.»
Zwirni-Band
«Wir wünschen dem Departement Soziale Arbeit der ZHAW ein wunderbares Fest, das 'feget', alle zufrieden und glücklich stimmt und in die Geschichte eingeht, dass die Hochschule in der Öffentlichkeit als wichtig und gute Institution wahrgenommen wird und unterstützt wird dass die Hochschule immer tolle Studenten hat, die gut mitmachen, interessiert sind und sich engagieren. Den Studenten wünschen wir eine tolle Lehrerschaft. Eine gute Mensa ist für alle unabdingbar, denn nur mit gutem Essen arbeitet es sich leichter!»
Prof. Dr. Werner Inderbitzin, Gründungsrektor ZHAW
«Ich habe in den letzten Monaten und Jahren viele interessante Menschen kennengelernt, die am Departement Soziale Arbeit motiviert und engagiert in Lehre und Forschung tätig sind. Sie tragen mit ihrer Arbeit und durch Kooperationen mit anderen Departementen und Hochschulen im In- und Ausland dazu bei, dass sich die noch junge ZHAW als praxisorientierte, qualitativ hochstehende und interdisziplinäre Hochschule positionieren kann. In diesem Sinne gratuliere ich dem Departement Soziale Arbeit zum 100-Jahr-Jubiläum und wünsche weiterhin viel Elan für die künftigen Entwicklungen und Herausforderungen!»
Mario Marchisella, Elixir
«ich wünsche unserer gesellschaft, dass sie sich auch in 100 jahren noch sozialarbeit leistet!»
Res Strehle, Chefredaktor Tages-Anzeiger
«Ich wünsche mir dem Departement Soziale Arbeit der ZHAW Kompetenz, Empathie und eine realistisches Menschenbild im Umgang mit den aktuellen sozialen Problemen. Vielleicht etwas viele Ansprüche unter einem Hut. Wenn es gelingt, sie umzusetzen, dann ziehe ich den Hut.»
Faton Topalli, Sozialarbeiter
«Mehr Sozialarbeiter mit interkulturellem Hintergrund ausbilden.»
Tina Teubner, Kabarettistin und Chansonette
‹Jetzt sind Macher angesagt. Entscheidungsfreudigkeit. Power. Keine zögerlichen Trauerklösse. Fitte Flexible. Dynamische Optimisten. Ich find' das nicht bedenklich. Ich find' das zum Kotzen!› (Ausschnitt aus dem Programm von Tina Teubner)
«Ich wünsche dem Departement Soziale Arbeit, dass es in unserem Miteinander das Verspielte und das Alberne, das Zarte und das Ambivalente, die Freude und die Weichheit entdeckt, erforscht und fördert. Und wenn das dann alles Früchte trägt, kann ich endlich auf meine Kraftausdrücke verzichten.»
Prof. Dr. Silvia Staub-Bernasconi
«Aus einem Aufnahmegespräch von Anfang 1950 mit der damaligen Rektorin, Dr. Margrit Schlatter, erfahren wir, dass ‹die Zürcher Schule sich dem Geist der Aufklärung und den allgemeinen Menschenrechten verpflichtet fühle›. Ein grosses Wort gelassen ausgesprochen und die berechtigte Frage nach der Übereinstimmung zwischen Anspruch und Wirklichkeit (Giovanelli-Blocher, 2007), aber auch das Wissen, dass beides im Kreuzfeuer der Kritik steht! Ich wünsche der Hochschule, dass diese Frage heute und in Zukunft – sowohl im lokalen wie transnationalen Kontext der Sozialen Arbeit – immer wieder neu gestellt und eine Antwort gesucht wird, die ihren Niederschlag in Theorie, Ausbildung und Praxis findet.»
Sergio Devecchi, Leiter Jugendheim Schenkung Dapples
«... und gell, liebe Hochschule, vergiss nicht, bei den Studierenden auch das Feuer der anthropologischen Leidenschaft zu entfachen. Denn bedenke: Soziale Arbeit ist anwaltschaftliche Arbeit und somit immer auch politische Arbeit ...»
Ursula und Hansruedi Möhl-Mayer, Absolventen der «Soz» 1959-1961 und ehemalige Heimleiter
«Der Beruf Sozialarbeiter sollte eine geschützte Berufsbezeichnung werden. Heute kann sich jeder Sozialarbeiter nennen. Für Sozialarbeiter sollte es einen Berufsverband mit besserer Rückdeckung geben. Im Vergleich dazu sind zum Beispiel Lehrer oder das Pflegepersonal im Berufsverband gut organisiert. Wir wünschen, dass bei all den wissenschaftlichen Arbeiten in der Ausbildung der Mensch mit seinen Grundbedürfnissen (Zuwendung, für ihn Zeit haben, zuhören und auf ihn eingehen können) nicht vergessen geht und dies später auch in der Praxis umgesetzt wird. Man kann sich hinter schriftlichen Arbeiten und unendlichen Berichten auch verstecken!»


